Matthias Knaak - Oberbürgermeisterkandidat für Bautzen || Matthias Knaak Matthias Knaak - Oberbürgermeisterkandidat für Bautzen

Folge 2 vom 7. März 2015

Wie Matthias mich um das Ja-Wort bat und Erkenntnisse vom ersten Kandidatenforum

Zunächst: Vielen Dank für Ihr Interesse an meinem Blog, schön, dass Sie weiter mitlesen! An dieser Stelle möchte ich mich noch einmal für das bisherige positive und auch das kritische Feedback bedanken, dass mich für meinen ersten Beitrag erreicht hat! Ich bleibe dran ... ;-)

Heute nun wie versprochen die Fortsetzung der Kandidatur-Vorgeschichte und außerdem meine ersten Eindrücke vom begonnenen Wahlkampf.

Sommer 2013. Da wurde die Frage nach der CDU-Frau bzw. dem -Mann nach Christian Schramm immer drängender, da ja schon feststand, dass der alte OB in 2015 nicht mehr antreten würde.

Matthias Aufgabe als Bautzener CDU-Chef war es dabei ganz klar sich um einen geeigneten Kandidaten zu kümmern (liebe Leserinnen - ich benutze unsere weibliche Schreibform nicht durchgängig, da ich unsere Gleichstellung in der Rechtschreibung eher weniger "in Gefahr" sehe ;-). Immer wieder kam in dieser Zeit die Frage nach seiner eigenen Kandidatur.

Zunächst war alles klar - wir hatten nämlich schon bei Matthias' Wahl in den Stadtrat 2004 besprochen, dass es bei der ehrenamtlichen Politik bleibt. Wenn die keinen Spaß mehr macht, ist einfach Schluss, wie bei einem "normalen" Hobby. Das war der Plan.

Kennen Sie das? Man weiß, dass eine Entscheidung notwendig ist und hofft, dass man irgendwie darum herumkommt; dass sich die Sache doch noch anders löst? So fühlte ich mich in dieser Zeit.

Das Auf und Ab der Kandidaten-Suche erspare ich Ihnen lieber! Als Ehefrau machte ich mir jedenfalls so meine Gedanken: Könnte Matthias ein guter Oberbürgermeister sein? - Ganz klar: Ja! (das war mir eigentlich immer schon klar - mein lieber Mann war da meines Erachtens zu selbstkritisch mit sich; meinte alle Themengebiete einer Stadt selbst perfekt beherrschen zu müssen - muss er ja aber gar nicht; er muss die Ziele bestimmen, gut führen, entscheiden und das kann er richtig gut nach meiner Einschätzung).

Echte Sorge machte mir dagegen, was das Amt - soweit errungen - für Matthias selbst und für uns als Paar bedeuten würde: Ich wäre einerseits wirklich froh, wenn meine Heimatstadt weiterhin einen sehr guten Oberbürgermeister hätte und ich glaube fest daran, dass Matthias das werden würde; ABER er ist kein abgehobener Politiker, die OB-Arbeit wäre niemals ein Job - sondern immer Herzensangelegenheit für ihn. Kann er das durchhalten und dabei so ein liebens- und achtenswerter Partner bleiben? Großes Fragezeichen!!

Gewissheit, dass es gut gehen könnte, gab mir dann seine Amtsführung als Fraktionsvorsitzender der CDU im Stadtrat - ich schreibe vielleicht in den nächsten Beiträgen etwas zu dieser Aufgabe.

Es gab jedenfalls Ermutigung von vielen guten Ratgebern. Bezeichnenderweise konnten manche Leute aber auch gar nicht verstehen, wie man zögern kann, so ein Amt mit so viel Reputation anzustreben und dann noch die Amtsbezüge! Glauben Sie es oder nicht: wem beides wichtig ist, der findet meines Erachtens sein Glück nicht in der Kommunalpolitik.

Für uns stieg der Druck zu einer endgültigen Entscheidung. Matthias bat mich im Frühsommer des letzten Jahres, ihn bei einer Kandidatur und späteren Arbeit als Oberbürgermeister zu unterstützen. Da lag die Sache nun auf dem Tisch. Ausschlaggebend für mich war letztlich nicht, dass er sich als Fraktionsvorsitzender und auch als Chef verschiedener Bereiche im Landratsamt gut schlug, sondern dass ihm diese Aufgaben Spaß machen - und das ist für mich unabdingbare Voraussetzung für ein politisches Amt. Also gab ich mir einen Stoß und ihm grünes Licht.

Und seitdem bin ich voller Begeisterung Mitglied im "Team Knaak"!

So, jetzt noch kurz ein paar Gedanken zum beginnenden Wahlkampf: Ich sehe das eher sportlich - der Beste soll gewinnen. Dazu ist es auch erforderlich, sich bekannt zu machen und seine Ziele zu vermitteln. Keine leichte Aufgabe, aber das gehört eben dazu - auf einen "CDU-Bonus" wegen der guten bisherigen Entwicklung von Bautzen würde ich jedenfalls nicht setzen. Beim ersten persönlichen Aufeinandertreffen der Kandidaten im Steinhaus zum Thema Kindertagesstätten und Horte war ich natürlich dabei, auch wenn ich selber, leider, nicht so vertraut mit dem Thema bin.

Interessant fand ich, dass vielen Zuhörern grundsätzliche Aussagen der Bewerber nicht ausreichen. Konkrete Versprechen (denn mehr ist es ja im Moment nicht) sind Ihnen offenbar sehr wichtig. Verstehe ich zum Teil, weil man ja wissen will, ob es Änderungen gibt und wenn ja welche. Aber andererseits sind sieben Jahre Amtszeit lang - da würde ich persönlich eher wissen wollen, wie die Bewerber so allgemein ticken. Dann könnte ich mir einigermaßen vorstellen, wie der künftige Oberbürgermeister auf die Fragestellungen der nächsten Jahre reagieren wird; die Themen sind dann ja sicher andere als heute.

Ich fand jedenfalls, dass sich Matthias beim ersten Kandidaten-Forum genauso gezeigt hat wie er ist und war froh, dass es eine sachliche Auseinandersetzung gab. Ein bisschen werden wir natürlich noch "feilen" für die nächsten Termine ;-) Aber es bleibt dabei: keine "Beruhigungspillen" verteilen, sondern möglichst verständlich Absichten und Vorgehensweisen beschreiben.

So, das war es für heute, in der nächsten Folge lesen Sie dann: "Der Kandidat und seine Ziele" sowie "Wir bauen das Team Knaak auf"; außerdem auch wieder etwas zum aktuellen Wahlkampf.

Ciao, (ciao)